Otto Lechner - Der Musikant
Bernhard Pötscher | AT 2025 | 100 minMit: Otto Lechner, Anne Bennent, Klaus Trabitsch, Peter Rosmanith, Max Nagl, Karl Ritter u.a.
Kinostart: 28.3.2025
Musikalische Elementarereignisse und ihr Schöpfer: OTTO LECHNER â DER MUSIKANT ist ein Film, in dem man den Menschen â nicht nur den Musiker â Otto Lechner kennenlernen kann. Ein Kino-Erlebnis mit groĂartigen Konzertaufnahmen, sehr persönlichen GesprĂ€chen und dem wunderbaren Humor des österreichischen Akkordeon-Genies.
Zwischen der, vom Akkordeon untermalten Rezitation einer ErzĂ€hlung von Franz Kafka, und der âDark Side of the Accordionâ, seiner persönlichen Hommage an Pink Floyd: Was Otto Lechner seiner Ziehharmonika entlockt, ist musikalische Urkraft. In Bernhard Pötschers Dokumentarfilm OTTO LECHNER â DER MUSIKANT begegnet man derartigen Elementarereignissen und dem, der diese geschaffen hat.
Dabei ist das Akkordeon, das er in unerreichter Meisterschaft spielt, bei weitem nicht das einzige musikalische Ausdrucksmittel Otto Lechners. Und auch in bloĂ ein musikalisches Genre lĂ€sst sich dieses Urgestein von Musiker nicht pressen. All das ist in Pötschers Film mitzuerleben: Vom Karel-Gott-Schlager âFang das Lichtâ, das Otto Lechner mit seiner Partnerin Anne Bennent singt, bis zur Symphonischen Dichtung âGracchusâ, die er als Auftragswerk im Brucknerjahr 2024 komponiert hat, reicht hier der musikalische Bogen. Dazwischen Jazz, Weltmusik und österreichische Liedermacherei, wo Otto Lechner ebenso zu Hause ist wie in der Sprache, welcher er auf seine Weise musikalischen Ausdruck verleiht. OTTO LECHNER â DER MUSIKANT zeigt ihn, wie er leibt und lebt: In Frankreich glĂŒckt ihm gemeinsam mit dem Akkordeonisten Arnaud MĂ©thivier eine kongeniale Kommunikation der KlĂ€nge. Nicht minder gelingt ihm dies, wenn er eine Reise mit einem Dr.-Richard-Bus ins SĂŒdburgenland besingt: âVierzâg Leit im Nebel, und nix ist passiert âŠâ.
Was aber kann ein Blinder ĂŒber den Nebel wissen? Seitdem er als Teenager vollstĂ€ndig erblindet ist, erschlieĂt sich Otto Lechner seine Musik und die Welt ohne Augenlicht. In OTTO LECHNER â DER MUSIKANT lĂ€sst er daran teilhaben, was das bedeutet. Er offenbart auf Zugfahrten seine Weltsicht und Philosophie und fĂŒhrt durch sein Elternhaus im Dunkelsteiner Wald bei Melk mit buchstĂ€blicher Trittsicherheit. Er demonstriert an der Kirchenorgel seines Heimatortes Gansbach, wie die traditionelle Religion ihn auch musikalisch geprĂ€gt hat. Und: âIch bin dadurch privilegiert, dass ich nix siachâ, lĂ€sst er im Film wissen. Man kann Otto Lechner auch dabei zuschauen, wie er in Wien die StraĂe und den Donaukanal auf der FriedensbrĂŒcke ĂŒberquert. Ohne fremde Hilfe.
Die mitreiĂenden Konzertmitschnitte zeigen die groĂe kĂŒnstlerische Bandbreite Otto Lechners, an seiner Seite zu sehen und zu hören: Anne Bennent, Klaus Trabitsch, Peter Rosmanith, Arnaud Methivier, Max Nagl, Patrice Heral, Gabriel Graf, Karl Ritter und Pamelia Stickney.
»Eine der bedeutendsten und profiliertesten österreichischen Musikerpersönlichkeiten der Gegenwart. Ein Musiker, der seiner Zeit stets einen Schritt voraus ist.« â Music Austria
»Wenn man Otto Lechners Musik hört, ist alles vergessen, was man jemals ĂŒber Akkordeonmusik wusste. Seine Musik ist innovativ, verblĂŒffend witzig und voller Ăberraschungen.« â Rambles
»Löst einer derartige BegeisterungsstĂŒrme aus wie Otto Lechner, dann ist klar: Hier geht es um mehr als nur Musik!« â ZĂŒrcher Tagesanzeiger
»Otto Lechner an den Tasten, das heiĂt vor allem: stupende MusikalitĂ€t und ein einzigartiges âFeelingâ. Er lĂ€sst das Akkordeon klingen, wie dereinst Jimi Hendrix seine Gitarre.« â Falter
»Der Otto sitzt nicht zwischen den StĂŒhlen. Er sitzt auf allen StĂŒhlen.« â Christoph Huber, Porgy & Bess
»Pötscher schafft mit OTTO LECHNER â DER MUSIKANT ein berĂŒhrendes PortrĂ€t, das den KĂŒnstler einerseits durch die Musik aber viel mehr noch durch seine unerschöpfliche Neugier auf die Welt betrachtet. Zwischen langen Konzertaufnahmen, die aber nie langwierig werden, und philosophischen Zugfahrten erscheint dabei ein Otto Lechner, wie man ihn bisher vielleicht noch nicht gekannt hat: einfĂŒhlsam, schalkhaft, inspirierend.« â RAY